Die englisch Lehrerin der Firma kennt sich in Xi’an aus. Sie spricht auch sehr gut chinesisch und so hat sie mich in verschiedene Orte hingebracht. Sie erfuhr von der Neueröffnung eines Massage Lokals in der Nähe meiner Wohnung. Wir gingen nach der Arbeit dahin. Bereits vor dem Aufzug im ersten Stockwerk ging es los. Da war ein junger Mann mit schwarzem Anzug, der uns die Arbeit ersparte den Knopf zum dritten Stockwerk zu drücken. Im dritten Stockwerk ging die Tür des Aufzugs auf. Drei hübsche Chinesinnen in gelben schönen Anzügen blockierten den Ausgang des Aufzugs. „Herzlich willkommen“ sangen sie laut gleichzeitig. Dann herein mit uns. Nach ein Paar Schritten aus dem Aufzug hörten wir zwei laute Schläge an eine große Trommel. Ein Mädchen kümmerte sich um unsere Schuhe und gab uns Badelatschen. Ein anderes Mädchen fuhrte uns durch die Gänge. Nach jeder Abbiegung stand ein Mädchen da, bereit sich zu verneigen und uns „herzlich willkommen“ zu sagen.
Im Zimmer dann unterhielt sich meine Kollegin über das Angebot und die Preise. Das ist aber teuer! Na gut, wir nehmen eine einfache Fußmassage und Tee. OK. Wir machten uns bequem und warteten. Wir warteten über zwanzig Minuten. Wir sind auf der Warteschlange. Noch drei andere sind vor uns! Fand meine Kollegin heraus. Enttäuscht gingen wir. Wir bekamen unsere Schuhe und der Abschied war weniger pompös.
Tja, wir waren zur Eröffnung da. Wie viele andere auch. Und es gab zwar um jede Ecke ein Mädchen im Anzug aber nicht genügend Masseure.
Ein Paar Wochen später ging ich mit Georg dahin. Wieder mit Trommel willkommen geheißen. Alles lief gut. Wir warteten nicht lange und wurden gut massiert. Seltsam war nur, dass die Masseurin von Georg den Kopf schüttelte und lachte, wenn mein Masseur zu mir bzw. zu uns sprach. Hm.. wer weiß was er da sagt, dachte ich mir.
Vor ein Paar Tagen ging ich wieder mit meiner Kollegin dahin. Ich sagte ich will wieder den Masseur vom letzten Mal haben, den mit der Nummer 90. Den kriegte ich auch. Meine Kollegin unterhielt sich auf Chinesisch mit meinem Masseur. Sie sagte mir, der Junge spricht aber nicht normal. Ich verstehe ihn so schlecht.
Ich erzählte meine chinesisch Lehrerein über den Vorfall. Ich sagte ihr der Masseur hat seltsam gesprochen und meine Kollegin hat ihn sogar aufgefordert normal zu reden.
Da bricht meine Lehrerin in Lachen aus. Nach langem Lachen erzählte sie mir, dass wenn Chinesen Witze mit Ausländern machen, dann machen sie die Ausländer so nach, indem sie nur in einem Ton reden. Chinesisch hat ja vier Töne, die Ausländer können das aber nicht so gut, also beim Nachmachen eines Ausländers reden sie chinesisch so wie mein Masseur mit uns.
High in the mountains
vor 16 Jahren

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