
Auf der Weiterfahrt rechnete ich nach. Wenn wir die Frau richtig verstanden haben und sie acht Persimonen für ein Yuen verkauft, dann bringen ihr die Persimonen in ihrem Korb gerade mal zehn Yuen, also ein Euro. Genauso viel, wie nachher die Räucherstäbchen zum Opfern im buddhistischen Tempel kosten.
Es ist ein schöner Herbstag. Die Sonne scheint und ein kühler Wind bläst. Die Landschaft wirkt eher trocken. Die meisten Bäume haben ihre Blätter verloren. Über die Pflanzen hat sich ein dünner Film Staub gelegt. Mitten in dieser herbst Landschaft fängt ein großer Baum meinen Blick. Wie ein prächtiger Apfelbaum nur mit schwarzem Stamm ohne Blätter und von den orangenfarbigen Persimonen voll behangen. Ein Gefühl wie bei der Kirschblüte im Frühling.

Das letzte Ziel unseres Ausfluges war wieder ein Grab. Diesmal das Grabmal einer Prinzessin. Das Grabmal bestand aus drei großen künstlichen Bergen. Ein Berg stellt den Kopf einer auf dem Rücken liegenden Frau dar. Zwei Berge stellen ihre Brüste dar. Auf dem Weg zu den Brüsten merkt eine Verkäuferin, dass ich Georg einen Persimonenbaum zeige und dass ich ein Photo vom Baum will. Sie stand auf und sagte etwas von dem ich nur das Wort „groß“ verstand. Sie deutete mir sie zu folgen. Sie nahm aus ihrer Hosentasche einen Schlüssel und öffnete das Schloss einer großen Tür. Die Tür zu ihrem Reich. Wir standen auf dem Hof ihres Hauses. Wie bei den Hobbits, waren die Schlaffzimmer wie Höhlen im Berg. Sie schenkte jedem von uns eine schone reife Persimone, von denen sie einige in ihrem Hof hatte. Sie zeigte uns, wie wir sie schälen sollten. Ihr Schlaffzimmer zeigte sie uns auch. Aus einem Schrank nahm sie einen roten Stofftiger. Mit Händen und Füßen erklärte uns, dass benutze man als Kissen. Ach soo! Sehr dankbar, mit zwei von ihr selbst genähten Stofftierchen und mit orangenfarbigen Flecken in den Händen und um den Mund sagten wir Auf Wiedersehen und gingen weiter.

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