Man könnte durch die Türen in die Bars reinschauen. Viele Mädchen in weiß blau kariertem Badeanzug standen auf der Bühne und tanzten etwas gelangweit zur lauten Musik. Vielleicht ist es zu früh und es sind noch fast keine Kunden. Die nächste Kneipe, Mädchen mit extrem kurzem Rock und weißem Hemd ebenfalls tanzend aber noch nicht so richtig in Stimmung. Wir laufen weiter und biegen nach rechts ein. Ein junger Mann sagt zu mir, only for gays! Verunsichert bleibe ich stehen, bis kurz danach von allen Seiten ich gerufen werde. Go go boys, lese ich auf einem Schild. Ein junger Mann lädt mich mit den Armen darein. Weiter vorne warten einige gleich angezogene Jungs auf Kunden. Alle mit kurzer babyblauer Hose und weißem Unterhemd. Auf der Suche nach einer etwas normalerer Kneipe um was zu trinken, gehen wir an eine Strasse vorbei, in der alles auf Japanisch steht. Hübsche Frauen mit ‚Schuluniform’ sitzen und rufen auf Japanisch.
An der größeren Strasse finden wir eine Kneipe, in der es so aussieht, als könne man dort nur was trinken. Wir sitzen mit Blick auf ‚the pink panther’. Erschöpft fahren wir mit dem Tuck Tuck ins hotel zurück.
Es heißt Bangkok sei bedeckt von einer riesigen Smog Wolke. Die Sonne blicke nur selten durch. Entsprechend ging ich am ersten Morgen raus auf die Strasse. Ohne Sonnenschütz und ohne Hut oder Cape. So gegen elf Uhr war der Himmel aber blau und die Sonne schien recht stark. Ich habe nicht gefragt, ob dies ein eher guter und seltener Tag war, aber ich fand es war ein verdammt gutes Wetter.
Wir nahmen die Fähre um auf die andere Seite des Flusses zu kommen. Auf dem Fluss bewegte sich das Wasser mehr als an der Küste von Koh Samui. Viele Bote mit Touristen und viele Fähren. Pflanzen auf dem Wasser schwimmend und dann der Kontrast zwischen einfachste Holzhütte direkt neben einem Luxus hotel.





Die Stadt hat eine sehr interessante Hochbahn. Zwischen den Hochhäusern gehen die zweistöckigen Spuren für die Bahn. Ein richtiges Beton Dschungel. An einigen Stellen sind es sogar drei Stockwerke, denn es gibt einen sogenannten ‚Sky Walk’. Man kann also unter der Hochbahnspur aber über der Strasse laufen. Rechts und links, wo man hinschaut, riesige Bäume und Palmen und die sonst so tropische Vegetation, die sich von den Betonbauten nicht verdrängen lassen will. Immer wieder findet man kleine oder große Schreine. Kleine Schreine sind fast überall. Vor den Hotels oder Geschäften oder auch mal in dem Garten eines Hauses. Die großen Tempel sind wie sonst alles in Thailand durch die Farbenpracht beeindruckend, aber auch durch die Gerüche und Klänge. Man kann das Gebet durch Gesang und Tanz begleiten lassen. Blumen, Obst, Elefanten aus Holz, Geld und natürlich Räucherstäbchen werden geopfert. Es ist ein seltsames Gefühl in so eine moderne Konstruktion zu laufen, aber zu allen Seiten von Pflanzen und Vögel umgeben. Die Sonne scheint, es ist heiß, tropisch und ab und zu riecht es nach Weihrauch.



Die Tuck Tucks sehen ganz schon niedlich aus. Man verbindet mit denen gleich ganz viel Romantik. Bis man mit denen fährt… die Teile haben einen riesigen Motor der auch ordentlich krach macht. Wir standen wieder einige 100 Meter vor dem Hotel auf der Schnellstrasse mit dem Tuck Tuck. Als wir ausstiegen rauschten die Ohren und wir rochen nach den Abgasen des Tuck Tucks. Aber für eine kurze Strecke macht es trotzdem Spaß. Die nächste Fahrt war dann mit dem Motorradtaxi. Uff! Ich fragte zuerst was es kostet. 40 Baht. Ok, ist gut! Ich stieg ein und hielt mich hinten fest. Der Motorradfahrer fuhr in die Parkanlage eines Hochhauses ein. Dann gelangten wir irgendwie auf die andere Seite des Blocks, also auf die Parallelstrasse. Wieder auf der Strasse schlängelten wir durch die stehenden Autos. Der Tachometer zeigte auf 20. Die Ampel wechselte auf grün und wir waren ganz vorne, sozusagen an der Pol Position… da konnte der Motorradfahrer beschleunigen und ich packte mit meiner freien Hand seinen Bauch um mich festzuhalten. Der Fahrer lachte und ich auch. Vor dem Hotel angekommen zitterten meine Beine. Ich zahlte mit drei 20 Baht Scheine. Ich war sehr dankbar, angekommen zu sein. Am Schrein des Hotels verneigte ich mich. Meine ganze Seele verneigte sich mit.
Der Besuch in den Park bestätigt nur den Dschungel Charakter der Stadt. Wunderschöne Palmen und Pflanzen mit bunten Blumen. Im Park gibt es zwei große Seen. Wir liefen auf der Wiese des großen Sees. Die Wiese sah sehr einladend und auch zwei Soldaten machten gerade Mittagsschlaff. Da sah ich aus dem Wasser dieses riesige Tier kommen sehen. Es lief auf der anderen Seite des Ufers. Uff. Aber weiter vorne auf meiner Seite des Ufers waren gleich zwei ebenfalls große Tiere, die die Sonne genossen haben. Spontan änderte ich meine Meinung und entschied mich nicht auf der Wiese hinzulegen, sondern weiter möglich weg vom See zu laufen. Ich zählte mehr als 6 in den wenigen Minuten. Die Menschen, die am See saßen, schienen die Tiere gar nicht zu bemerken. Das beruhigte mich, wenn auch nicht genug.






