Es ist super. Von Xi’an gibt es einen direkten Flug nach Bangkok! Leider sind wir mit etwas mehr als eine Stunde Verspätung gestartet und hatten in Bangkok ganz schon viel Hektik. Aber alles klappte und wir waren am Nachmittag in der schönen Insel.
Vom Flieger aus konnten wir eine große dicke Wolke über die Insel sehen. Wir landeten und fuhren ins Hotel im Norden der Insel und ein Paar Minuten nach dem wir drinnen waren fing ein heftiges Gewitter an, das über eine Stunde dauerte. Am nächsten morgen schien zum Glück die Sonne. Und ganz schon heftig sogar. Im Nu holten wir uns einen Sonnenbrand, der noch heute nicht ganz vorbei ist.
Gegen Mittag sind wir spazieren gegangen. Wir waren nur ein Paar Strassen weiter als dicke Tropfen Wasser vom Himmel fielen. Schnell Zuflucht in eine Bäckerei gefunden! Dort verweilten wir fast zwei Stunden bis der Besitzer der Bäckerei, ein junger Franzose kam, um seine Freundin abzuholen und die Bäckerei zu schließen. Nur gut, dass wir in Xi’an unter solch extremer Trockenheit gelitten hatten. Wir schauten fasziniert dem Regen zu und das Treiben auf der Strasse.

Auf der anderen Seite der Strasse, unter einem großen Zelt war ein einfaches Restaurant. Innen die Tische und Stuhle, an der Strasse die Küche, sodass man der Essenszubereitung beim Vorbeigehen zuschauen könnte.

Die Köchin betete zu einem kleinen Schrein bevor sie dann ihre Arbeit anfing. Dann briet sie verschiedene Sachen in einer Art Wok und ich fragte mich, wer das alles essen soll, denn bei dem Wetter war kein Kunde zu erwarten. Fast bei allen Restaurants und bei den Garküchen sowieso kann man der Essenszubereitung zuschauen. Wenn man so durch die Insel fährt bekommt man das Gefühl, es gibt unendlich viel zu essen und auf der Insel wird nur gegessen.
Wir kauften Regenmäntel aus Plastik und liefen durch die überfluteten Strassen ins Hotel zurück. Dort gingen wir zum Strand in das Zelt der Masseurinnen und mit dem Blick auf das Meer ließen wir uns massieren. Die Tage auf der Insel waren viel zu schön. Selten ist es vor Ort schöner als auf dem Katalog. Die Strände und das klare Wasser, aber auch die Vegetation auf der Insel sind einzigartig. Blumen in allen Farben wohin man schaut. Selbst die Cocktails werden mit Blumen geschmückt. Trotz der zwei heftigen Empfangsgewitter war ich zufrieden.



Die Thailänder haben auch eine Tonsprache. Man hört es. Und was auch auffällt, sind die ausgedehnten Endungen der Wörter: khop khun kaaaah! Dankeeee! Besonders die letzte Silbe eines Satzes wird lang gesprochen. Wenn Thailänder Englisch sprechen klingt das dann auch so ähnlich: Have a loooook! Have a look aaaaaat! Ich schaue mir ein paar Stoffelefanten an und auf einmal höre ich eine weiche Stimme neben mir: I can descaaaaaunt! Ich drehe mich um und sehe eine nett lächelnde Thailänderin. Sie lächelt so freundlich, ich muss zurück lächeln. How much? Frage ich. 150 for youuuuu.
Ich muss sagen, die Verkäufer sind auf keinem Fall eindringlich. Ich habe doch einiges gekauft, aber es hat Spaß gemacht, und ich habe es hinterher nicht bereut.
Im Koh Samui genieße ich die Sonne und ein Paar Verkäufer laufen vorbei. Shoppiiiing? Shoppiiiing? Wenn keiner sich nach denen dreht, gehen sie weiter. Wenn man aber Interesse zeigt… Eine Frau zeigt Tisch und Bettdecken in schönen Farben und mit Elefanten geschmückt. Wie viel? 3500 Baht (1000 Baht sind ung. 20 Euro). Ich schüttele den Kopf. Wie viel möchtest Du zahlen? 2000 sage ich. OK, sagt sie ohne zu zögern. Hm, spätestens da merkt man, man bezahlt noch zu viel. Aber morgen, heute habe ich kein Geld. (Jetzt muss ich mich daraus reden…) Du kannst die Decke nehmen und mir das Geld morgen geben. Hm… nee, ich schaue morgen noch mal. Georg ist im Wasser. Sie ruft ihn mit den Händen damit er mir was kauft. Ich sage ihr, er kauft nicht so gerne ein. Da macht sie Zeichen mit den Händen und schreit zu ihm. Not come! Not come! Wir lachen eine Weile. Lächelnd verabschiedet sie sich und geht weiter mit den schönen Tüchern und Decken.
Zwei Tage später weiß ich, was man in einem Laden für die Tücher zahlen muss. Ich bin für meinen Einkauf vorbereitet. Sie kommt vorbei und fragt, wie es mir geht. Heute ist dein letzter Tag hier? Ja… schade. Und möchtest Du die Decke mitnehmen? Ich sage, ich war in einem Laden und habe die gleiche Decke gesehen. 1100 Baht nur. Sie sagt, ich soll ihr etwas mehr geben, denn sonst macht sie kein Gewinn. 1300 sage ich. Sie tippt 1500 in den Taschenrechner ein und sagt mir, You happy me happy. Gegen so ein Argument kann ich mich gar nicht wehren. Ich holte das Geld und kaufte die Decke. Sie fragte mich, ob die Insel mir gefallen hatte und ob ich wieder kommen will. Ja, die Insel hat mir sehr gut gefallen und ich möchte unbedingt noch mal her! Und das habe ich nicht nur so gesagt.

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