Letztens gab mir meine Lehrerin einen Stift und sagte mir ich soll was an der Tafel schreiben. In chinesischer Schrift diesmal. Ich weiß nicht mehr wie der ganze Satz lautete. Ich weiß nur er fing mit „ich“ an. Ich = Wo. Müsste ich mit links können. Ich wollte was schreiben da stellte ich fest mein Kopf war leer. Ich konnte keinen einzigen Strich mahlen. Ich dachte eine Weile nach und musste zugeben, dass ich das nicht kann. Meine Lehrerin fing an zu schreiben, da fiel es mir wieder ein. „Du“ sollte ich dann schreiben. Ich kriegte gerade die Hälfte hin. Unglaublich! Wieso kann ich das lesen aber nicht schreiben??? Tja, ich hatte mich darauf beschränkt, die Zeichen zu erkennen…
Meine Lehrerin erzählt mir, Kinder müssen während der ganzen Grundschulzeit jeden Tag mehrere Zeichen schreiben üben. Jahrelang braucht es.
Während dem Schreiben soll man auf einiges achten. Wie Reihenfolge und Richtung jedes Striches. Es ist nicht einfach so, dass man ein horizontaler Strich mahlt und darunter einen vertikalen beim Zeichen Xia für unten.

Es gibt sogenannte Grundstriche und jeder davon hat einen Namen, sodass man ein Zeichen diktieren kann. Kinder sollen während sie mehrmals das gleiche Zeichen schreiben, die Namen der einzelnen Grundstriche nennen. So wird jedes Zeichen im Gehirn dann nicht nur doppelt sondern dreifach gespeichert. Man speichert mit den Augen, mit den Ohren und mit der Bewegung der Hand. Es heißt einige Menschen müssen die Hand bewegen, um ein Zeichen erklären zu können.

Man kann auch Buchstabieren. Oder besser gesagt, wenn man einen neuen Namen mitteilt, macht auch klar, um welches Zeichen es sich dabei handelt. Denn für eine Laut kann es mehrere Zeichen geben.
Man sagt zum Beispiel ich heiße Guo 国. Guojia da Guo. Guo von Guojia. Also das Zeichen fuer Guo, welches im Wort Land vorkommt. (Guojia = Land). Oder Zuo, Gongzuo da Zuo, also das Zuo, welches im Wort Arbeit vorkommt.

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