Dienstag, 31. März 2009

Musikgenuss - Klarinettenkonzert in Xi'an

Zu dem letzten deutschsprachigen Stammtisch in Xi’an kamen einige neue Gesichter. Da war ein junger netter Chinese, der vor kurzem aus Deutschland zurückgekommen ist. Er hat dort Musik studiert. „Meine Professorin Sabine Meyer ist die beste Klarinettistin der Welt“ sagte er stolz. Er lädt uns ein zu seinem Solo Konzert, das zwei Tage später im Musikkonservatorium stattfinden wird. „In zwei Tagen schon?“ „Gibt es Informationen dazu im Internet“ wir sind begeistert und fragen und fragen. Denn viele der Anwesenden haben während des Aufenthalts in Xi’an so was nicht gehabt. Es gibt keine Infos im Internet und das Konzert wurde vor kurzem erst organisiert. So erfahren wir, dass in Xi’an des öfteren Konzerte gibt, nur kurzfristig und ohne zu viel Werbung. Wir freuen uns und der Abend des Donnerstags ist jetzt für das Konzert reserviert.

Am Abend des Donnerstags regnet es in Strömen. Ich schaffe es trotzdem um 19:30 Uhr im Konzertsaal zu sein und reserviere einige Plätze in der dritten Reihe. Langsam füllt sich der Saal. Um 20:00 Uhr ist der Saal voll und ein Herr steigt auf die Bühne. Er begrüßt das Publikum auf Chinesisch. Zu unserer Freude begrüßt er das Publikum dann auch auf Deutsch. Er schließt mit den Wörtern: „Dieses Konzert macht er für seine Familie, seine Freunde, seine Hochschule und für seine Stadt“.

Drei Stücke werden vom Klavier begleitet. Ein Stück aber spielt er alleine und es handelt sich dabei um ein modernes Stück für Klarinette. Die Zeit vergeht zu schnell und das Konzert ist leider viel zu schnell vorbei. Das Publikum ist begeistert und klatsch! Der Klarinettist und die Klavierspielerin kommen wieder auf die Bühne. Ein Blumenstrauß wird ihm gereicht. Dann geht er wieder hinter die Bühne. Klatsch, klatsch, klatsch … immer lauter. Die Musiker sind wieder auf die Bühne und diesmal sind es mehrere Blumensträuße. Mit den vielen Blumen balancierend geht er wieder hinter die Bühne.


Während die eine Hälfte der Zuhörer den Saal verlassen, will die andere Hälfte nach vorne, um den Musiker zu gratulieren. Eltern, Professoren, Freunde. Begeistert und gerührt gehen auch wir, denn zwar hätte ich auch sehr gerne die Hände von „Li Xin“ geschüttelt aber heute sind die Eltern und Freunde dran.

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